Augeninnendruck – Was Sie wissen müssen

Der Augeninnendruck (auch IOP genannt) ist der Druck, den die Flüssigkeit im Auge ausübt. Zu hoher Druck kann das Sehfeld gefährden und zu einem Glaukom führen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Werte normal sind und wie Sie den Druck im Blick behalten können.

Normwerte und Messmethoden

Ein gesunder Augeninnendruck liegt meist zwischen 10 und 21 mmHg. Werte über 22 mmHg gelten als erhöht und sollten vom Augenarzt überprüft werden. Die Messung erfolgt mit einem Tonometer – entweder am Arztstuhl, per Luftstoß oder als Handgerät, das Sie sogar zu Hause nutzen können.

Wenn Sie regelmäßig kontrollieren wollen, fragen Sie beim nächsten Besuch nach einer applanation-Messung. Das ist die gängigste Methode und liefert genaue Ergebnisse. Einige Apotheken bieten Schnelltests an, aber ein vollständiger Check beim Spezialisten bleibt die sicherste Variante.

Wie Sie den Druck senken können

Ein zu hoher Augeninnendruck lässt sich oft mit einfachen Schritten und ggf. medikamentöser Therapie senken. Hier ein paar praktische Tipps:

  • Bewegung: Moderate Ausdauersportarten wie Spaziergänge oder Radfahren fördern den Flüssigkeitshaushalt im Auge.
  • Ernährung: Lebensmittel mit viel Omega‑3 (Fisch, Leinsamen) und wenig Koffein unterstützen das Augeninnendruck‑Management.
  • Stress reduzieren: Stress kann den Druck erhöhen. Entspannungsübungen oder Yoga helfen, den intraokularen Druck zu stabilisieren.
  • Rauchen vermeiden: Nikotin verengt die Blutgefäße und kann den Augeninnendruck ansteigen lassen.

Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, verschreibt der Augenarzt oft Augentropfen. Häufige Wirkstoffe sind Prostaglandin‑Analoga, Betablocker oder Alpha‑Agonisten. Die Tropfen wirken, indem sie die Abflussrate der Augenflüssigkeit erhöhen oder die Produktion reduzieren.

Wichtig ist, die Tropfen exakt nach Anweisung zu benutzen – meist abends ein bis zweimal. Verpassen Sie keine Dosis, sonst kann der Druck schnell wieder steigen.

Bei fortgeschrittenem Glaukom kann eine Laser‑ oder chirurgische Behandlung nötig sein. Die Eingriffe sind heute sicherer als früher und helfen, den Flüssigkeitsabfluss dauerhaft zu verbessern.

Zusammengefasst: Beobachten Sie Ihren Augeninnendruck regelmäßig, halten Sie sich an gesunde Lebensgewohnheiten und holen Sie ärztlichen Rat, sobald Sie unsichere Werte feststellen. So schützen Sie Ihr Sehfeld und vermeiden langfristige Schäden.

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